Informationsveranstaltung, Expertengespräch und Diskussion

 Der Wankheimer jüdische Friedhof ist ein für die Region Tübingen – Reutlingen bedeutendes Kulturdenkmal. Hier wurden jüdische Bürger von Wankheim im 18. und 19. Jahrhundert und von 1882 bis 1942 jüdische Tübinger beerdigt. Seit über 70 Jahren ist die ehemalige jüdische Begräbnisstätte ein kulturhistorisches Denkmal. Seine Instandhaltung und Pflege ist eine kommunale Aufgabe der Gemeinde Kusterdingen. Die bisherigen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen reichen jedoch nicht aus, da der Verfallsprozess dramatisch fortgeschritten ist:
Viele der 140 Grabmäler sind inzwischen durch schädliche Umwelteinflüsse und mehrere Schändungen zerstört. Zahlreiche Inschriften sind nahezu unleserlich geworden.
Die grundlegende Sanierung ist vordringlich geworden.
Der Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V. hat 2018 auf eigene Kosten ein Gutachten zur Schadenserfassung und Sanierung der Grabmale in Auftrag gegeben. Der Kusterdinger Restaurator Fabian Schorer wird über die ersten Ergebnisse der Untersuchung berichten und erste Schritte zur Sanierung vorschlagen. Der Stuttgarter Historiker und Judaist, Frowald Gil Hüttenmeister, Verfasser der umfassenden Dokumentation „Der jüdische Friedhof WANKHEIM“ (1995) wird zur überragenden Bedeutung dieses Kulturdenkmals sprechen.

Förderverein für die jüdische Kultur in Tübingen e.V.
Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Unterstützt wird die Veranstaltung von den Evangelischen Kirchengemeinden Wankheim und Kusterdingen sowie vom Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus e.V.
Die Bilder zeigen das Grabmal des Leopold Hirsch, links der Zustand von 1995, rechts der dramatisch schlechter gewordenen Zustand von 2018.

Bild klein Leopold Hirsch Grabmal 1995.jpgLeopold Hirsch Grabmal 2018 klein.jpg