Opportunismus oder Widerstand – gibt es eine Wahl? Lesung mit Gespräch zu NS-Zwangsarbeit in Tübingen


Datum: 29.10.2021
Beginn: 19:00 Uhr

Am 29.10.2021 liest die Autorin Elsbeth Schneider-Schöner aus ihrem historischen Roman „P wie Pole. Als Zwangsarbeiter in Schwaben“ um 19 Uhr in der Cafeteria des Bürgerheims (Altstadt) Tübingen. Dieser facettenreiche Roman schildert den Alltag des erzwungenen Miteinanders in der Endphase des Zweiten Weltkrieges. Nicht in der Rüstungsindustrie, sondern auf einem Bauernhof bei Tübingen kämpfen die beiden polnischen Zwangsarbeiter um ihr Leben und ihre Würde. Das spannungsreiche und vielschichtige Verhältnis zur schwäbischen Bevölkerung, die verschiedenen Kriegsalltage und der Leidensweg und Widerstand von Zwangsarbeiter:innen wird eindrücklich, empathisch und nahbar geschildert.

Die Autorin liest ausgewählte Teile des Buchs „P wie Pole“, das im Silberburg Verlag 2020 erschienen ist. Im anschließenden Gespräch wird neben Publikumsfragen auch die Frage nach Repräsentation der Opfergruppe der Zwangsarbeiter:innen in der Erinnerungskultur besprochen werden.

Elsbeth Schneider-Schöner (www.elsbethschneider.de) ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen, lebt aber seit 2005 mit ihrer Familie in Entringen. Ursprünglich Ärztin, arbeitet sie seit Jahren als freie Autorin. Die vom Verein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus Tübingen veranstaltete Lesung mit anschließendem Gespräch ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

Bitte um Anmeldung bis 27.10. an anfragen@ldns-tuebingen.de.